
Walzenkrug, Johann Gregorius Höroldt, Meißen, um 1723/1724. Foto: © Bayerisches Nationalmuseum (unter CC BY-NC-ND 4.0, unverändert)
Katharina Hantschmann (Referat Keramik im Bayerischen Nationalmuseum) gibt einen Einblick in die Sammlung.
Ihren weltweiten Ruhm verdankt die Keramiksammlung des Bayerischen Nationalmuseums den hervorragenden Beständen an frühem Porzellan, italienischer Majolika sowie deutscher Fayence und Hafnerware. Das Spektrum reicht vom einzigartigen Renaissance-Prunkservice Herzog Albrechts V. aus Faenza mit seinen mythologischen Darstellungen, über originelle barocke „Schaugerichte“ aus Fayence in Tier- und Gemüseform, bis zu den ländlichen Gebrauchsgeschirren aus den süddeutschen Hafnerzentren. Zahlreiche der kostbaren Porzellane im Bayerischen Nationalmuseum stammen aus dem Besitz des Wittelsbacher Hofes und lassen sich dort bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Aufgrund ihrer verwandtschaftlichen Beziehungen zum sächsischen Hof besaßen die bayerischen Kurfürsten schon früh Meißener Porzellane.
Treffpunkt: Foyer des Bayerischen Nationalmuseums, Prinzregentenstraße 3
(vorherige Anmeldung erforderlich, limitierte Plätze)
➔ Bayerisches Nationalmuseum: Keramiksammlung