Fachforum Kunstgeschichte Italiens

Weiße Flecken, schwarze Löcher

Moderation: Nora Benterbusch, Saarbrücken / Madeline Delbé, Bonn/Florenz / Yasmin Frommont, Heidelberg / Ulrich Pfisterer, München

Beiträge und Round Table mit:

  • Christine Beese, Berlin
  • Henry Kaap, München
  • Tanja Michalsky, Rom
  • Tilman Schreiber, Jena

Kunsthistorische Forschung ist in der Wahl der Themen, Herangehensweisen, Kooperationen, Möglichkeiten der Sichtbarmachung von Ergebnissen usw. stark durch die Forschenden selbst und ihre Kontexte geprägt. Damit sind persönliche Vorlieben und Abneigungen ebenso gemeint wie karrierestrategische Überlegungen oder finanzielle Notwendigkeiten. Diese an sich naheliegende Feststellung, dass die Idealvorstellung einer möglichst „objektiven“ Forschung mit den tatsächlichen Bedingungen, Entscheidungen und Möglichkeiten wenig zu tun hat, wird jedenfalls bislang in unserer Disziplin kaum thematisiert – möglicherweise auch, da Kunstgeschichte immer noch mehr als andere Geisteswissenschaften unter dem „Verdacht des Subjektiven und Elitären“ steht.

Im Rahmen des Fachforums sollen solche Fragen nach den vermeintlich nicht-wissenschaftlichen Faktoren kunsthistorischer Forschung – und speziell der Italienforschung – von Themen- und Methodenwahl, Art der Durchführung und Vorstellung der Ergebnisse im Zentrum stehen. Vier Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Karrierestufen werden zunächst in kurzen Impulsreferaten ausgehend von einem konkreten Beispiel, an dem sie gerade arbeiten, ihren Zugang zur italienischen Kunstgeschichte vorstellen. Wir erhoffen uns dann mit dem Plenum eine intensive Diskussion darüber, welche Impulse, Chancen und Hemmnisse sich daraus für die Italienforschung ergeben und was dies für die Methoden und Kanonbildung unseres Faches, aber auch für Fragen der Forschungsstruktur und -förderung bedeutet.

Das Forentreffen versteht sich zugleich als Ausblick auf das kommende Italienforum 2025 in München.

 

Fachforum Kunstgeschichte Italiens


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